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Die Biopsie (Gewebeprobe)

Die Biopsie dient der Gewinnung von Gewebeproben zur pathologischen und histochemischen Beurteilung des Krebsgewebes.
Der Pathologe bestimmt anhand der Zellstrukturen in den Schnitten der Gewebeproben den sog. Gleason-Score (GS, deutsch auch Gleason-Summe genannt), der ein Maßstab ist für die Aggressivität des Krebses (Gleason ist der Name eines maßgeblichen US-amerikanischen Pathologen).

      bundesverband prostatakrebs selbsthilfe uniklinik gewebeprobe

Die Bestimmung der Gewebestrukturen erfolgt zweimal - einmal für die vorwiegend vorgefundene Zellstruktur und einmal für die nächst kleineren Anteile. Hierbei wird jeweils der Gleason-Grad bestimmt in einer Abstufung von 1 bis 5.
Der Wert 1 entspricht fast normalem Prostatagewebe und 5 einer total veränderten, aufgelöste Gewebestruktur, die zugleich einem aggressiven Krebs entspricht.

In der Praxis ist erst ein Gleason-Grad von 3 mit Sicherheit zu erkennen und ist damit praktisch der niedrigste Grad. Der Gleason-Grad 3 ist noch einem niedrigen Risiko zuzuordnen. Die Gleason-Grade 4 und 5 entsprechen dagegen bereits hoher Aggressivität. Diese beiden Beurteilungen des Gleason-Grades als Summe bilden den Gleason-Score (z. B. GS 7(3+4)). 3+4 ist damit ein niedrigeres Risiko als 4+3, da im letzteren Fall der Hauptanteil dem Gleason-Grad 4 entspricht und damit aggressiver ist. Wenn durchgängig die Gewebestruktur gleich ist, wird zweimal der gleiche Gleason-Grad angegeben (z. B. GS 6(3+3) oder im ungünstigsten Fall GS 10(5+5))

Ein guter Pathologe bestimmt für den kleineren Anteil auch den Prozentanteil, denn es ist ein Unterschied, ob dieser 5 % oder 45 % ausmacht. Um zu den biologischen Eigenschaften des Krebses weitere Erkenntnisse zu gewinnen, werden immunhistochemische Untersuchungen gemacht, bei denen bestimmte Eigenschaften, Gene oder Marker des Krebsgewebes bestimmt werden, welche Hinweise ermöglichen auf  z. B. Hormonabhängigkeit, Strahlenempfindlichkeit und vieles mehr, die dann wiederum bei der Therapieentscheidung berücksichtigt werden sollten (siehe Beitrag "Anforderung eines Zweitbefundes" in dieser Internetpräsenz).

Eine weitere Möglichkeit der Beurteilung der biologischen Eigenschaften des Krebses ist die Bestimmung der DNA-Ploidie über die DNA-Zytometrie. Hierbei wird unterschieden zwischen Krebszellen mit "peridiploider Verteilung" (Malignitätsgrad I, sehr gute Prognose), peritetraploider Verteilung (Malignitätsgrad II, noch relativ gute Prognose), x-ploider Verteilung (Malignitätsgrad III, nicht mehr so gute Prognose) und multiploider Verteilung (Malignitätsgrad IV, schlechte Prognose) (siehe hierzu ausführliche Broschüre der Gmünder Ersatzkasse GEK "Prostatakrebs - Diagnose und Prognose" http://www.gek.de/service/broschueren/therapie/index.html ).

Die Bedeutung der DNA-Zytometrie wird jedoch von den Spezialisten unterschiedlich bewertet. Überwiegend wird der Gleason-Score als Bewertungsmaßstab für die Aggressivität anerkannt, neuerdings zunehmend auch die weiteren gewebespezifischen Marker. Der Gleason-Score ist eine wesentliche Einflussgröße in allen bekannten statistischen Prognose-Rechnern und -Tabellen wie den "Partin-Tabellen".

Die DNA-Zytometrie ist auch mit dem Gewebe einer Stanzbiopsie möglich und bietet zusätzliche Beurteilungsmöglichkeiten. Die Feinnadel-Aspiratonsbiopsie, die sog. Saugbiopsie, wird jedoch kaum noch angewendet, da bei den "angesaugten" Zellen keine Aussage zum Gleason-Score und zu Vorstufen von Krebs möglich ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen:

Aus einer einzelnen Beurteilung lässt sich nicht ableiten, es ist so oder so. Aber durch eine Vielzahl von Beurteilungspunkten lässt sich doch ein besseres Bild erkennen zur Lage, der Ausbreitung sowie den biologischen Eigenschaften des Krebses und somit die Qualität der Therapieentscheidung und die Prognose verbessern.

Ohne Biopsie ist derzeit keine Beurteilung der Aggressivität der Krebszellen möglich, die wiederum einen entscheidenden Einfluss auf die Therapieentscheidung haben sollte.

Für die Durchführung der Biopsie sollten folgende Dinge beachtet werden:

  • Eine (End-)Darmreinigung wird empfohlen (von einigen Urologen auch praktiziert), um die Infektionsgefahr zu verringern. Ohne Darmreinigung ist die Gefahr der Einbringung von Kotteilchen in die Prostata und dadurch bedingter bakterieller Infektionen größer.
  • Eine vorbeugende Gabe von Antibiotika-Tabletten am Tag der Biopsie und 1-2 Tage danach soll Prostataentzündungen vermeiden.
  • Die Biopsie wird unter der Gabe von Diclofenac zur Schmerzreduktion und zur antientzündlichen Vorbeugung besser toleriert.
  • Die Biopsie durch den Darm mittels transurethraler Ultraschall-Kontrolle ist heute Standard. Neuerdings wird auch in spezialisierten Kliniken eine MRT-kontrollierte Biopsie angeboten.
  • Die Anzahl der Gewebeproben sollte sich am Prostatavolumen orientieren. Je größer die Prostata, desto mehr Stanzen! (Minimum 6 Stanzen, besser 10-12 Stanzen bei großen Prostatae bis zu 20 Stanzen) Dadurch wird die Aussagekraft der Gewebeproben besser, d.h. umgekehrt die Anzahl der "falsch negativen" Ergebnisse geringer. (falsch negativ heißt, es ist Krebs vorhanden, aber man hat diesen nicht getroffen).
  • Bei umfangreicheren Biopsien empfiehlt sich eine "Dämmer-Narkose".
  • Vom Arzt sollten die Gewebeproben einzeln sortiert und gekennzeichnet werden nach links/rechts und Position in der Prostata und in einer flachen Rinnenschale an den Pathologen gesendet werden. Dadurch werden "krumme Würmer" vermieden und die Schnitte können mehr Gewebe erfassen. Durch die genaue Kennzeichnung der Stanzen in Bezug auf die Position kann eine bessere Beurteilung der Größe, Lage und Ausbreitung der Krebsherde (also des "klinischen Stadiums") in der Prostata erfolgen.
  • Der Pathologe sollte jeweils die einzelnen Anteile der Krebsherde in Prozent und mm Ausdehnung in jeder Stanzen beurteilen und die Länge der einzelnen Stanzen angeben. Ebenso sollen die Prozentanteile der Gleason-Grade in jeder Stanze angegeben werden.

20.04.07 -D.VO

Termine

19. Oktober 2019
Krebsaktionstag Halle
9.00 bis 15.30 Uhr
Veranstaltungsort: Stadthaus Halle, Marktplatz 2
Veranstalter: Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft
Weitere Informationen finden Sie hier
Die SHG Halle wird mit einem Infostand vertreten sein

 

19. Oktober 2019
Männergesundheitstag Alsdorf
Veranstaltungsort: Stadthalle Alsdorf
Veranstalter: Prostatakrebs Selbsthilfegruppe Alsdorf

 

23. Oktober 2019
Vortrag von Uta Köppen, Psychoonkologin, Siloah-Krankenhaus, Hannover zum Thema „Fatigue - die krankhafte Müdigkeit"
18.30 Uhr
Veranstalter: Krebsberatungsstelle Soltau (Außenstelle des OAK Walsrode), Bahnhofstraße 15, 29614 Soltau
Veranstaltungsort: Bibliothek Waldmühle, Mühlenweg 4, 29614 Soltau

 

26. Oktober 2019
Offene Krebskonferenz 2019 unter dem Motto „Miteinander reden – verstehen– gemeinsam handeln“
10.00 bis 16.00 Uhr
Veranstalter: Stiftung Deutsche Krebshilfe und Deutsche Krebsgesellschaft
Veranstaltungsort: Campus Westend, Frankfurt am Main
Weitere Informationen finden Sie hier

 

31. Oktober 2019
Vortrag von Bernd Troche, BPS-Landesverband NRW, zum Thema „Studien-Aussage über das Überleben bei Prostatakrebs“
19.30 Uhr
Veranstalter: SHG Wuppertal
Veranstaltungsort: Helios Klinikum Wuppertal, Heusner Str. 40, 42283 Wuppertal-Barmen, Im Konferenzzentrum (Eingang Torbogen, direkt am Haupteingang)

 

5. November 2019
Vortrag von Dr. T. Peiler, Facharzt für Urologie zum Thema "Personalisierte Therapie in der Urologie,
bezogen auf das Prostatakarzinom"
18.00 Uhr
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen-Buer

 

9. November 2019
Informationstag für Krebspatienten, Angehörige und Interessierte
10 Uhr
Veranstalter: CCC Erlangen-EMN
Veranstaltungsort: Klinikum Bayreuth
Weitere Informationen finden Sie hier

 

9. November 2019
Patiententag in Deggendorf zum Thema „Prostatakrebs – was nun?“
9.30 Uhr
Vorträge von Dr. Stark, Chefarzt Urologie Donau-Isar-Klinikum: „Aktuelle Entwicklungen beim Prostatakarzinom“, Dr. Kiesling, ärztl. Leitung Radio-Log Deggendorf: „Strahlentherapie aktuell - hocheffektiv und schonend“, Ursula Reitberger, SHG Nürnberg: „Mit-betroffen. Prostatakrebs und Partnerschaft“, Kurt Imhof, SHG Deggendorf: „Gemeinsam schaffen wir das! Hilfe zur Selbsthilfe“
Veranstalter: Prostatakrebs SHG Deggendorf
Veranstaltungsort: FH-Deggendorf, Raum D 021

 

11. November 2019
Gruppengespräch mit Facharzt M. Lünzmann, Urologe in Bottrop
18 Uhr
Veranstalter: SHG Bottrop
Veranstaltungsort: Verwaltungsgebäude des Knappschaftskrankenhauses Bottrop, Alten Personalkantine, Osterfelder Str. 157, 46242 Bottrop (Gebäude hinter dem Krankenhaus, neben dem Reha-Zentrum prosper)

 

15. November 2019
Tanzen ist die beste Medizin mit Senioren – Tanzgruppe mit Claudia Bronner, Landesvorsitzende BW Seniorentanze.V.
Veranstaltungsort: Gesundheitszentrum Federsee-Bad Buchau
Die SHG Bad Buchau-Federsee wird mit einem Infostand vertreten sein

 

15. November 2019
„Selbsthilfe beWEGt - seit 30 Jahren“ – Jubiläumsveranstaltung des Selbsthilfebüros KORN
14 bis 16 Uhr, Einlass 13:30 Uhr
Veranstaltungsort: Haus der Begegnung, Grüner Hof 7 in 89073 Ulm
Weitere Informationen finden Sie hier. Um Anmeldung bis spätestens 31. Oktober wird gebeten

 

16. November 2019
2. Bayerischer Selbsthilfekongress zum Thema „Tragende Netze erleben – Selbsthilfekompetenz im Gesundheitswesen"
9.30 bis 16.30 Uhr
Veranstalter: Selbsthilfekoordination Bayern und Selbsthilfekontaktstellen Bayern e.V. in Kooperation mit der Selbsthilfekontaktstelle der Diakonie Hochfranken
Veranstaltungsort: Freiheitshalle, Kulmbacher Str. 4, 95030 Hof
Weitere Informationen finden Sie hier

 

16. November 2019
15. Patiententreffen in Sachsen-Anhalt
9.30 bis 13.00 Uhr
Veranstaltungsort: Universitätsklinikum Kröllwitz, Ernst-Grube-Str. 40, 06120 Halle, Hörsäle 1-2
Veranstalter: Nierentransplantationszentrum der Universitätsklinik und Poliklinik für Urologie (Univ.-Professor Dr. P. Fornara) und die Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin II, (Univ.-Professor Dr. M. Girndt) des Universitätsklinikums Halle (Saale)
Weitere Informationen finden Sie hier
Der BPS-Regionalverband Neue Bundesländer wird vertreten sein

 

16. November 2019
Patientenforum
ab 9.00 Uhr
Veranstalter: Prostatakarzinomzentrum der Klinik für Urologie, Kinderurologie und Uro-Onkologie des KMG Klinikums Luckenwalde gemeinsam mit dem Uroonkologischen Zentrum Mittelbrandenburg in Luckenwalde e. V.
Veranstaltungsort: Biotechnologiepark 4 (CCB), Konferenzsaal, D-14943 Luckenwalde
Das Programm finden Sie hier
Die SHG Luckenwalde wird mit einem eigenen Infostand vertreten sein

 

23. November 2019
Informationstag Prostatakrebs 2019 mit dem Schwerpunkt „Stellenwert der Psychoonkologie für Prostatakrebspatienten“
9.30 bis 14.00 Uhr
Veranstaltungsort: Caritas-Krankenhaus St. Josef, Landshuterstraße 65, 93053 Regensburg, Hörsaal
Veranstalter: Klinik für Urologie Caritas-Krankenhaus St. Josef/PROCAS Selbsthilfegruppe Regensburg/Oberpfalz
Weitere Informationen finden Sie im Veranstaltungsprogramm

 

27. November 2019
Vortrag von Sascha Brinkmann, Facharzt für Allgemeinmedizin, Gemeinschaftspraxis „Health Prevent", Hannover zum Thema „Die Bedeutung der Darmflora bei der Krebsentstehung und -behandlung"
18.30 Uhr
Veranstalter: Krebsberatungsstelle Soltau (Außenstelle des OAK Walsrode), Bahnhofstraße 15, 29614 Soltau
Veranstaltungsort: Bibliothek Waldmühle, Mühlenweg 4, 29614 Soltau

 

28. November 2019
Vortrag von Dr. med. J. Gleißner, MVZ/DGU Hofaue Wuppertal zum Thema „Bericht vom DGU-Kongress 2019“
19.30 Uhr
Veranstalter: SHG Wuppertal
Veranstaltungsort: Helios Klinikum Wuppertal, Heusner Str. 40, 42283 Wuppertal-Barmen, Im Konferenzzentrum (Eingang Torbogen, direkt am Haupteingang)

 

2020
1. Februar 2020
Patientenaktionstag zum Thema „Rund um den Krebs – was neben der eigentlichen Therapie noch wichtig ist“
10.00 bis 15.00 Uhr
Veranstalter: Asklepios Klinik St. Georg
Veranstaltungsort: Kongresszentrum „Georgie“, c/o Asklepios Klinik St. Georg, Lohmühlenstr. 5, 20099 Hamburg

 

 

 

 







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