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Deutsche Urologen empfehlen Reha nach Prostatakrebs-Behandlung

PRESSEINFORMATION

Schneller zurück ins gewohnte Leben

Düsseldorf. Immer wieder fragen betroffene Patienten, ob nach der Behandlung eines Prostatakarzinoms eine Reha notwendig ist. Pauschal lässt sich das kaum beantworten. „Die Entscheidung hängt besonders vom Stadium der Erkrankung ab und damit auch von der Art der Behandlung sowie ihrer unterschiedlichen Folgeerscheinungen“, sagt Dr. Axel Schroeder, Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Urologen e.V.. Meistens wird eine stationäre Anschlussheilbehandlung (AHB) jedoch sehr empfohlen, so der Urologe aus Neumünster. „Sie führt zur zügigeren Überwindung körperlicher und persönlicher Einschränkungen und damit zur schnelleren Rückkehr in den gewohnten Lebensalltag“, betont auch die Pressesprecherin der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU), Professor Dr. Sabine Kliesch. Offizielle Angaben über die Zahl beantragter AHB und Rehas nach der Primärbehandlung von Prostatakrebs gibt es zwar nicht, nach Schätzungen geschieht dies jedoch nur in jedem zweiten Fall.

bundesverband prostatakrebs selbsthilfe presseinformation 
 


In Deutschland ist das Prostatakarzinom mit mehr als 60.000 Neubefunden pro Jahr die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Eine Primärbehandlung bei Prostatakrebs – ganz gleich, ob durch eine Operation oder durch Strahlentherapie - ist ein schwerer körperlicher Eingriff, der in der Regel immer von unerwünschten Folgen begleitet ist. „Bei der radikalen Prostatektomie können dies Inkontinenz und erektile Dysfunktion sein, bei der Strahlenbehandlung eher allgemeine Erschöpfung sowie Symptomatiken von Darm und Blase und erst in der Spätfolge Erektionsstörungen“, so Dr. Schroeder. In allen Fällen ist die seelische Belastung für den Patienten hoch – nicht allein durch die Diagnose Krebs, sondern auch durch die Behandlung. Rezidivängste, depressive Episoden und Schlafstörungen sind keine Seltenheit. Aus diesen Gründen hält auch Dr. Dr. Stefan Buntrock, Chefarzt einer großen Rehaklinik, nach onkologischen Eingriffen in jedem Fall eine urologische Anschlussheilbehandlung, aber im weiteren Krankheitsverlauf auch eine Rehabilitation für notwendig.

Anschlussheilbehandlung und Reha unterscheiden sich hauptsächlich durch den Zeitpunkt, zu dem sie nach der Behandlung eingeleitet werden. Die AHB muss spätestens zwei Wochen nach der Entlassung aus der Akutklinik beginnen, die Reha binnen eines Jahres. Weil der Körper des Patienten zum Zeitpunkt einer AHB in der Regel noch nicht wieder voll belastbar ist, wird dies beispielsweise bei der Intensität von Bewegungsübungen des Beckenbodens berücksichtigt, erläutert Dr. Dr. Buntrock, in dessen Klinik AHB den überwiegenden Teil der Rehabilitationsmaßnahmen ausmachen. „Ob AHB oder Reha, wir sehen die Krankheit nicht körperlich isoliert, sondern in einem bio-psycho-sozialen Kontext. Die Rehabilitation darf sich nicht nur auf die körperlichen Folgen beschränken, sondern sie soll zudem die psychischen Belastungen der Patienten angehen und auch die Krankheitsfolgen im Zusammenhang mit Familie, Partnerschaft, Arbeit und sozialer Aktivität berücksichtigen,“ so der Urologe aus Bad Wildungen. Es gehe um Lebensqualität.

Kostenträger von AHB und Rehas ist in den meisten Fällen die Deutsche Rentenversicherung (DRV). Zahlen zu medizinischen Rehabilitationen nach Prostatakrebs-Operationen hat die DRV nicht. Reha-Experte Dr. Dr. Buntrock geht davon aus, dass höchstens bei 50 Prozent aller Eingriffe anschließend eine AHB oder Reha folgt. Es gebe keine Daten darüber, warum sie nicht öfter in Anspruch genommen würden. Häufiger sei von Patienten zu hören, dass sie nach dem überstandenen Eingriff nur ungern ihr gewohntes Umfeld verließen. Doch auch die Möglichkeit einer wohnortnahen ambulanten Rehabilitation wird, nach Informationen der „Ärzte Zeitung“, selten genutzt. Ihr Anteil liegt danach nur bei etwa einem Prozent aller onkologischen Rehas.

Einen Schwerpunkt von urologischen AHB und Reha-Maßnahmen sieht Chefarzt Buntrock in der Behandlung postoperativer Harninkontinenz. Dabei hilft nach seinen Worten der Faktor Zeit. Die aktive Mitgestaltung durch entsprechendes Training verkürze jedoch die Zeiträume und erhöhe die Erfolgsaussichten. Der ganzheitliche Ansatz ziele aber eben auch darauf, die psychische Belastung des Krebspatienten zu mindern und seine uneingeschränkte Wiedereingliederung in das gewohnte familiäre, soziale und berufliche Leben zu forcieren. Angesichts des Alters der Patientengruppe – oft 60 Jahre und mehr – sei es in der Reha zudem wichtig, durch angeleitete Änderungen des Lebensstils darüber hinaus Risikofaktoren wie Übergewicht, Diabetes oder Bluthochdruck zu minimieren. Nach Empfehlung durch ihren behandelnden Urologen in Klinik oder Praxis sollten Prostatakrebs-Patienten die urologische Rehabilitation deshalb möglichst nutzen, resümieren DGU-Pressesprecherin Prof. Kliesch und der Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologen e.V., Dr. Schroeder.

Weitere Informationen:

DGU/BDU-Pressestelle

Bettina-Cathrin Wahlers
Sabine Martina Glimm
Stremelkamp 17
21149 Hamburg
Tel: 040 - 79 14 05 60
Mobil: 0170 - 48 27 28 7
E-Mail: redaktion@bettina-wahlers.de

Termine

 

2017

26. August 2017
25. Burgdorfer Selbsthilfetag
10.00 bis 14.00 Uhr
Veranstaltungsplatz: Spittaplatz
Weitere Informationen erhalten Sie hier
Die SHG Burgdorf wird mit einem Infostand vertreten sein

 

26. August 2017
Selbsthilfetag – 25 Jahre Selbsthilfe im Heidekreis
9.00 bis 13.00 Uhr
Veranstalter: Kontaktstelle  für Selbsthilfe im Heidekreis
Veranstaltungsort: Marktstraße, Soltau
Die SHG Heidekreis wird mit einem Infostand vertreten sein

 

3. September 2017
2. Gelsenkirchener Selbsthilfetag
10.00 bis 14.00 Uhr
Veranstaltungsort: Bergmannsheil Gelsenkirchen-Buer, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen
Veranstalter: 38 Gelsenkirchener Selbsthilfegruppen und die Prostata SHG Gelsenkirchen & Buer

 

4. September 2017    
Vortrag von PD Dr. Martin Schöntaler, Klinik für Urologie, Universitätsklinkum Freiburg, Abteilung Miniml invasive Techniken zum Thema „INKONTINENZ, Urolift & Co, Neue Perspektive“
19.30 Uhr
Veranstaltungsort: Seminarraum des Nebengebäudes des Kreiskrankenhauses Emmendingen, Beginn:
Veranstalter: SHG Prostatakrebs „DELFIN“, Kreis Emmendingen, Ansprechpartner: Horst Köntopp, Tel. 07644 – 930 190

 

5. September 2017
W. Zimmermann, Journalist, Autor, Regisseur, Berlin: Autorenlesung, „Liebe-Lust-Prostata“. Eine wahre Liebesgeschichte. Gespräch – Autor – Auditorium erwünscht
18.00 Uhr
Veranstalter: Selbsthilfegruppe Gelsenkirchen-Buer
Veranstaltungsort: Seminarraum der Reha-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

11. September 2017
Gruppengespräch mit Facharzt M. Lünzmann, Urologe in Bottrop
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Bottrop
Veranstaltungsort: Alte Personalkantine im Verwaltungsgebäude des Knappschaftskrankenhauses Bottrop, Osterfelder Str. 157, 46242 Bottrop, Gebäude hinter dem Krankenhaus, neben dem Reha-Zentrum prosper

 

15. September 2017
10. Krebsaktionstag
10.00 bis 16.30 Uhr
Veranstaltungsort: Universitätsklinikum Ulm, Klinik für Innere Medizin, Foyer Ebene 2,  Oberer Eselsberg, Albert-Einstein-Allee 23, 89081 Ulm
Veranstalter: Pflegeteam der Medizinisch Onkologische Tagesklinik, Universitätsklinikum Ulm, CCCU
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsprogramm

 

15. September 2017
Aktionstag des PZNW anlässlich der Urology Week 2017
10.00 bis 14.30 Uhr
Veranstalter: Prostatazentrum Nordwest und St. Antonius-Hospital
Weitere Informationen finden Sie im Programmflyer
Abmeldung bitte bis zum 6. September 2017

 

16. September 2017
Selbsthilfetag in Neuss
10.00 bis 16.00 Uhr
Veranstalter: „Der Paritätische“, Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen im Rhein-Kreis-Neuss
Die SHG Neuss wird mit einem Infostand vertreten sein

 

20. September 2017
Patientenforum „Urologischen Erkrankungenvorbeugen: Prävention für die ganze Familie“
17.30 bis 19.00 Uhr (Einlass 17 Uhr)
Veranstalter: Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU)
Veranstaltungsort: UFA-Kristallpalast, St. Petersburger Straße 24a, 01069 Dresden
Der Eintritt ist kostenfrei
Weitere Infomationen entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsflyer

 

1. Oktober 2017
Patiententag im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie
10.00 bis 16.00 Uhr
Veranstalter: DGHO Service GmbH, Alexanderplatz 1, Berolinahaus, 10178 Berlin
Veranstaltungsort: Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart
Der Besuch des Patiententages ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich
Weitere Informationen und das Programm finden Sie hier

 

2. Oktober 2017
Vortrag von Priv.-Dozent Dr. Frank König, Berlin zum Thema „Triage durch mMRT vor Prostatabiopsie-Berliner, Prokomp-Studie-aktueller Stand“
19.00 Uhr
Veranstalter: Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Mariendorf (Berlin) e. V.
Veranstaltungsort: Friedenstraße 20, 12107 Berlin

 

5. Oktober 2017
16. BKK Selbsthilfe-Tag im Rahmen der REHACare International in Düsseldorf zum Thema „Selbsthilfe im Wandel“
Veranstalter: BKK Dachverband e.V., Gesundheitsförderung
Veranstaltungsort: REHACare International, Stockumer Kirchstraße 61, 40474 Düsseldorf
Das Tagungsprogramm finden Sie unter http://www.bkk-dachverband.de/gesundheit/gesundheitsfoerderung-selbsthilfe/selbsthilfe/

 

7. Oktober 2017
1. Rostocker Tag der Männergesundheit
9.00 bis 17.00 Uhr
Veranstalter: Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Rostock & Umgebung in Zusammenarbeit mit Universitätsmedizin Rostock, Urologische Klinik und Poliklinik
Veranstaltungsort: Hörsaal  Chirurgie Campus Schillingallee
Das Veranstaltungsprogramm finden Sie hier

 

9. Oktober 2017
Vortrag von Dr. med. M. Müller, Chefarzt der Urologie des KKH Bottrop zum Thema "Behandlung der gutartigen Vergrößerung der Prostata"
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Bottrop
Veranstaltungsort: Alte Personalkantine im Verwaltungsgebäude des Knappschaftskrankenhauses Bottrop, Osterfelder Str. 157, 46242 Bottrop, Gebäude hinter dem Krankenhaus, neben dem Reha-Zentrum prosper

 

10. Oktober 2017
Dr. H. Karstedt, Facharzt für Urologie Gelsenkirchen-Buer: „Prostatakrebs für Anfänger“
18.00 Uhr
Veranstalter: Selbsthilfegruppe Gelsenkirchen-Buer
Veranstaltungsort: Seminarraum der Reha-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

10. Oktober 2017
Vortrag Diplompsychologe Christian Rosenau: „Sexualität bei Prostatakarzinomen“
17.00 Uhr
Veranstalter: Prostatakrebs-Selbsthilfegruppe-Düsseldorf
Veranstaltungsort:  Urologische Klinik, Universitätsklinikum Düsseldorf, Gebäude 13.72, Moorenstr. 5, 40225 Düsseldorf
Weitere Informationen bei Dieter Claas, Tel. 0211-48 69 53

 

6. November 2017    
Forum für Erfahrungsausgtausch
19.30 Uhr
Veranstaltungsort: Seminarraum des Nebengebäudes des Kreiskrankenhauses Emmendingen, Beginn:
Veranstalter: SHG Prostatakrebs „DELFIN“, Kreis Emmendingen, Ansprechpartner: Horst Köntopp, Tel. 07644 – 930 190

 

6. November 2017
Vortrag von Christine Schmidt-Statzkowski, Pflegeberaterin - Pflegesachverständige zum Thema „Leistungsrecht der Pflegeversicherung - Pflegestärkungsgesetz 2“
18.00 Uhr
Veranstalter: Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Mariendorf (Berlin) e. V.
Veranstaltungsort: Friedenstraße 20, 12107 Berlin

 

7. November 2017
Dr. Th. Peiler, Facharzt für Urologie Gelsenkirchen-Buer: „Neue Entwicklungen in der Behandlung
des Prostatakarzinoms“
18.00 Uhr
Veranstalter: Selbsthilfegruppe Gelsenkirchen-Buer
Veranstaltungsort: Seminarraum der Reha-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

11. November 2017
„Krebstag“ des Klinikums Osnabrück mit einem Vortrag von Prof. Dr. Josef Beuth, Köln, zum Thema „Komplementärmedizin“
Veranstalter: Klinikum Osnabrück GmbH
Veranstaltungsort: Foyer der Akademie, Möserstraße, Osnabrück
Die SHG Osnabrück wird mit einem Infostand vertreten sein

 

13. November 2017
Gruppengespräch mit Facharzt M. Lünzmann, Urologe in Bottrop
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Bottrop
Veranstaltungsort: Alte Personalkantine im Verwaltungsgebäude des Knappschaftskrankenhauses Bottrop, Osterfelder Str. 157, 46242 Bottrop, Gebäude hinter dem Krankenhaus, neben dem Reha-Zentrum prosper