Suche

Kooperationspartner

Progether

 

Soziale Medien

 

Twitterlogo     Facebooklogo

×

Warnung

JUser: :_load: Fehler beim Laden des Benutzers mit der ID: 398

Die Radikale Prostatektomie (RP)

Die Radikale Prostatektomie ist die von Urologen als Erstes vorgeschlagene Therapieform beim Prostatakrebs.

Die Radikale Prostatektomie

 

Grundlagen

Die Radikale Prostatektomie RP oder RPE (von Prostata + Ektomie = Herausschneiden) ist für die Urologie der „Goldene Standard“ beim Prostatakrebs, d. h. die Therapie der Wahl.

Ist der Krebs auf die Vorsteherdrüse beschränkt – was nach dem heutigen Stand der Diagnostik aber nie mit letzter Sicherheit festgestellt werden kann –, lässt sich mit der Prostata der Krebs vollständig entfernen. Üblicherweise werden bei dieser Operation auch die beiden Samenblasen sowie in unterschiedlicher Anzahl Lymphknoten aus der Umgebung der Prostata, die sogenannten „regionalen Lymphknoten“, entfernt. Letztere werden als die ersten Filterstationen für eine Metastasierung, also Ausbreitung der Erkrankung im Körper, angesehen.

Nach dem Entfernen der Prostata wird das penisseitige Ende der Harnröhre wieder mit dem blasenseitigen Harnröhrenstumpf vernäht, so dass das Wasserlassen normal erfolgen kann. Bis zum Abheilen dieser Verbindung trägt der Patient einen Katheter. Allerdings ist es ihm nach dem Entfernen des Katheters selten möglich, sofort den Harnabfluss zu steuern. Er ist zunächst harninkontinent und muss eine Vorlage zum Aufsaugen des unkontrolliert abgehenden Urins tragen. Wie lange dieser Zustand anhält, ist unterschiedlich und hängt von mehreren Faktoren wie dem Geschick des Operateurs, dem Alter und der körperlichen Verfassung des Patienten ab. Manche Patienten sind sofort nach Operation wieder kontinent, bei anderen kann es Wochen oder Monate dauern, manche Patienten werden nie wieder kontinent und müssen lebenslang Vorlagen tragen.

Hinter der Prostata verlaufen mit wenigen Millimeter Abstand zu ihr zwei Nervenbündel, in denen auch die für die Erektion zuständigen Nerven enthalten sind. Werden diese Nerven bei der Operation in Mitleidenschaft gezogen – schon ein Dehnen kann reichen –, dann wird der Patient im Anschluss an die Operation nicht mehr zu Erektionen und damit zu normalem Geschlechtsverkehr fähig sein. In den letzten ca. zwanzig Jahren wurde eine Operationstechnik entwickelt, die dieses Nervenbündel erhalten soll, die sog. „nervschonende Operation“. Dies kann einseitig (nur eines der Bündel bleibt intakt), beidseitig oder gar nicht gelingen und ist wieder vom Geschick des Operateurs und davon abhängig, ob der Krebs sich schon auf diese Nervenbündel ausgedehnt hat. Dann werden sie „ohne Rücksicht auf Verluste“ mit entfernt.

Sind diese Nerven einmal zerstört, dann kann auch mit den einschlägigen Medikamenten wie Viagra®, Cialis® usw. keine Erektion mehr erzielt werden. Dies heißt nicht, dass kein Orgasmus mehr möglich ist, denn die hierfür zuständigen Nerven verlaufen woanders und bleiben intakt. Bei einseitiger Erhaltung ist dagegen mit etwas Glück und ggf. Medikamenten weiterhin bzw. wieder Geschlechtsverkehr möglich.

Eine kosmetische Nebenwirkung der Prostatektomie ist die Verkürzung des Penis. Mit der Prostata wird ein Stück der Harnröhre entfernt, entsprechend der Länge der Prostata. Das können bei sehr großen Prostatae bis zu ca. 4 cm sein. Die beiden Stümpfe der Harnröhre (am Blasenhals und zum Penis hin) werden, wie oben beschrieben, wieder zusammengefügt (diese Nahtstelle wird als Anastomose bezeichnet). Dazu muss der Penis ein Stück in den Körper hineingezogen werden, denn die Blase wird kaum nachgeben; der außerhalb des Körpers liegende Teil des Penis wird entsprechend kürzer. Als Folge ist die Vorhaut zu lang, was u. a. Probleme mit der Hygiene verursachen kann. Manche Männer leiden dann unter ständigen Entzündungen der Eichel. In einer amerikanischen Studie gaben 71 % der befragten Männer an, dass ihr Penis nach der Operation kürzer war als vorher.

Wenn der Patient zu starker Narbenbildung neigt, was er vielleicht von einer früheren Operation her weiß, dann hat er ein hohes Risiko, dass auch die Anastomose nach einiger Zeit wuchert und die Harnröhre verschließt oder zumindest stark verengt (sog. "anastomotische Striktur“). Es gibt Männer, die sich regelmäßig einem Eingriff unterziehen müssen, um wieder "durchlässig“ zu werden.

Viele Männer merken erst einige Zeit nach der Operation, wie sehr ihnen alle diese mit der RPE verbundenen potenziellen Nebenwirkungen physisch und psychisch zu schaffen machen.


Operationstechniken

Die Prostatektomie ist eine schwere und recht schwierige Operation, die früher mit einem hohen Blutverlust verbunden war. Erst mit neuen Operationstechniken hat sich dies geändert, aber sie ist damit handwerklich nicht einfacher geworden. Die Prostata liegt von Knochen umgeben tief im Becken und ist damit deutlich schwerer zugänglich als z.Z. B. der Blinddarm oder die Mandeln.

Je nach Vorliebe des Operateurs und auch der Verfassung des Patienten (z. B. starke Korpulenz) wird er eine von mehreren Operationstechniken anwenden:

Bei der retropubischen RPE wird der Eingriff vom Bauch her vorgenommen [retropubisch = hinter dem Schambein (gelegen)], bei der perinealen RPE wird vom Damm (dem Perineum, also der Zone zwischen Hodensack und After) her operiert.

Ferner wird unterschieden zwischen der offenen Operation per mehr oder weniger großem Schnitt und der laparoskopischen Prostatektomie. Bei letzterer werden durch fünf kleine Einschnitte in die Bauchdecke die erforderlichen Greif- und Schneidinstrumente sowie eine Sichtoptik zum Operationsfeld gebracht. Der laparoskopische Eingriff wird als „minimalinvasiv“ bezeichnet, also als mit den geringsten im wahrsten Sinne des Wortes „einschneidenden“ Maßnahmen behaftet. Ob er gegenüber dem offenen Eingriff Vorteile, auch bezüglich der Belastung und anschließenden Rekonvaleszenz des Patienten, hat, ist umstritten. Ein offensichtlicher Nachteil ist, dass bei diesem Eingriff allenfalls die nächstgelegenen Lymphknoten mit entfernt werden können. Das Entfernen weiter oben im Körper gelegener Lymphknoten macht einen zweiten Eingriff erforderlich.

Die derzeit neueste Entwicklung auf dem Gebiet der Prostatektomie ist das DaVinci-Verfahren, eine Weiterentwicklung des laparoskopischen Eingriffs. Dabei sitzt oder steht der Operateur nicht mehr am Operationstisch, sondern an einer Konsole, einer Art Computerarbeitsplatz. Von dort aus steuert er mit speziellen Instrumenten ausgestattete Sonden, die über kleine Schnitte in das Innere des Körpers eingebracht werden. Die Instrumente an den Sonden haben eine 360-Grad-Beweglichkeit und sind vom Operateur wie eine Hand in allen Freiheitsgraden steuerbar. Der operierenden Arzt steuert auch eine Kamera im Körper des Patienten. Durch sie erhält er ein dreidimensionales Bild vom Operationsgebiet, das bis 12-fach vergrößert werden kann. Die Bewegungen, die er an der Konsole vollführt, werden um den Faktor 10 : 1 untersetzt auf die Instrumente übertragen, womit auch das unvermeidliche Zittern der Hände ausgeschaltet wird.

Mit Hilfe dieser Technik erreicht der Arzt höchste Präzision und damit größtmögliche Schonung und Sicherheit für den Patienten. Selbstverständlich erfordert auch diese Operationstechnik ein handwerkliches Geschick des Arztes. Sie stellt aber die derzeit fortschrittlichste Methode für eine Radikale Prostatektomie dar. Das Entfernen von Lymphknoten aus dem Bauchraum ist im gleichen Umfang möglich wie beim offenen Bauchschnitt.

Immer mehr Kliniken in Deutschland legen sich die entsprechende Gerätschaft zu; eine nach Postleitzahlen geordnete Liste dieser Kliniken finden Sie hier (im PDF-Format).

Hier gibt es einen sehr aufschlussreichen 46-minütigen Film zum da-Vinci-Verfahren, in dem auch Patienten zu Wort kommen, die sich diesem Eingriff unterzogen hatten.


Erfolgsaussichten

Einer der besten Prostata-Operateure der Welt und Vater der nervschonenden Prostatektomie, Dr. Patrick Walsh in Baltimore/USA gibt eine Heilungsrate von etwa 65 % an. Dabei sucht sich Dr. Walsh seine Patienten sorgfältig aus: Der PSA-Wert darf nicht über 10 ng/ml, die Gleason-Summe nicht über 3 + 3 und das klinische Stadium nicht schlechter als T2a sein, nur dann ist er zu dem Eingriff bereit. Bei ungünstigeren Voraussetzungen ist die Wahrscheinlichkeit entsprechend höher, dass der Eingriff nicht kurativ sein kann und dass sich irgendwann ein Rezidiv (ein Wiederaufflammen der Erkrankung) bemerkbar macht. Die Folgebehandlung der Wahl ist dann meistens die externe Bestrahlung.

Wie hoch das statistische Risiko für eine Ausbreitung der Erkrankung über die Prostata hinaus ist, kann den Partin-Tabellen entnommen werden.

rrd, 01.11.2007, aktualisiert 11.1.2011

Termine

2020
7. Januar 2020
Vortrag von Dr. Uwe Forner, Ltd. Oberarzt, Klinik für Urologie: „Herr Doktor ich habe da mal eine Frage – Patienten fragen, der Urologe antwortet“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

1. Februar 2020
Patientenaktionstag zum Thema „Rund um den Krebs – was neben der eigentlichen Therapie noch wichtig ist“
10.00 bis 15.00 Uhr
Veranstalter: Asklepios Klinik St. Georg
Veranstaltungsort: Kongresszentrum „Georgie“, c/o Asklepios Klinik St. Georg, Lohmühlenstr. 5, 20099 Hamburg

 

4. Februar 2020
7. Öffentliche Veranstaltung für alle interessierten Männer und ihre Partnerinnen: „Mit Olaf Thon „Für Früherkennung – gegen Prostatakrebs“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

22. Februar 2020
9. Krebsaktionstag im Rahmen des 34. Deutschen Krebskongresses
8.30 bis 17.30 Uhr
Veranstalter: Stiftung Deutsche Krebshilfe, Deutsche Krebsgesellschaft, Berliner Krebsgesellschaft
Veranstaltungsort: CityCube Berlin, Messedamm 26, 14055 Berlin
Weitere Informationen und das Programm finden Sie hier
Der Eintritt ist frei

 

29. Februar 2020
16. Siegener Prostata-Symposium
Veranstaltungsort: „Haus der Siegerländer Wirtschaft“, Spandauer Str. 25, 57072 Siegen
Nähere Informationen auf www.prostatakrebs-siegen.de

 

 2. März 2019
Vortrag von Prof. Dr. med. Stefan Farke, Chefarzt der Abteilung Allgemein-und Viszeralchirurgie, minimal-invasive Chirurgie und Koloproktologie zum Thema: „Beschwerden am Po? – Nicht aussitzen! Wissenswertes über Hämorrhoiden & Co.“
17.30 Uhr
Veranstalter: Selbsthilfegruppe Prostatakrebs Mariendorf (Berlin) e. V.
Veranstaltungsort: Friedenstraße 20, 12107 Berlin

 

3. März 2020
Vortrag von Prof. Jochen Hess, Urologe, Uni.-Klinik Essen: „Erektionsstörungen und Inkontinenz nach Prostatatherapie“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

7. April 2020
Vortrag von Dr. A. Göll, Chefarzt Klinik für Urologie: „Vor – und Nachteile einer radikalen Entfernung der Prostata, mit Bauchschnitt (retropubisch) oder minimal invasiv mit
OP – Roboter (da Vinci)0147
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

5. Mai 2020
Vortrag von Dr. Rolf Haerting, Facharzt für Urologie: „Kurative Behandlung des Prostatakarzinoms – Vor- und Nachteile der einzelnen Therapieoptionen“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

27. Mai 2020
Vorankündigung: Informationsabend „Wissenswertes über die Prostata“
Veranstalter: Prostatazentrum am Universitötsklinikum Münster
Veranstaltungsort: Schloss Münster, Aula, Schlossplatz Münster

 

2. Juni 2020
Vortrag von Dr. Th. Schiwy, Facharzt für Urologie: „Das Blasenkarzinom und seine therapeutischen Möglichkeiten einer Behandlung“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

7. Juli 2020
Vortrag von Dr. Uwe Forner, Ltd. Oberarzt , Klinik für Urologie: „Herr Doktor ich habe da mal eine Frage“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

4. August 2020
Vortrag von Fr. Dr. S. Lenz, OÄ Klinik für Anästhesiologie: „Anästhesie (Narkose) im Alter – Wirkung und Nebenwirkung“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

1. September 2020
Vortrag von Chefarzt PD Dr. G. Meckenstock, Marienhospital GE: „Aktuelle Entwicklung in der medikamentösen Tumortherapie“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

6. Oktober 2020
Vortrag von Dr. Christian Kories, Facharzt für Urologie : „Immuntherapie bei Prostatakrebs“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

3. November 2020
Vortrag von Dr. Th. Peiler, Facharzt für Urologie: „Prostatakrebs und Sexualität“
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

1. Dezember 2020
Veranstaltung für angemeldete Gäste
18.00 Uhr
Veranstalter: SHG Gelsenkirchen
Veranstaltungsort: Seminarraum der REHA-Klinik Bergmannsheil, Schernerweg 4, 45894 Gelsenkirchen-Buer (Haupteingang: Links durch die Lobby, dem langen Gang bis in den nächsten Gebäudetrakt folgen)

 

 

 

 

 

 







Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.