Seit Langem debattieren Experten darüber, ob das Gleason-6-Kar­zinom (Grade Group 1, GG1) tatsächlich als „Krebs“ bezeichnet werden sollte. Während aggres­sive Formen des Prostata­karzinoms lebens­bedrohlich sind, wächst GG1 extrem langsam oder gar nicht und bildet nach­weislich keine Metas­tasen. In den USA werden bis zu 40 Prozent der Männer mit einer GG1-Diagnose behandelt, obwohl dies medizinisch meist nicht notwendig wäre.

Eine Neu­klassi­fizierung als prä­kanze­röser Zustand (= gutartige Gewebe­veränderungen, die aber unbehandelt ein statistisch erhöhtes Risiko aufweisen, sich zu einer bösartigen Krebserkrankung zu entwickeln) könnte die Scree­ning-Bereit­schaft erhöhen und jährlich Tausende Todes­fälle verhindern. Lesen Sie hier weiter.